Nähplausch 02.2019

Ein bisschen Veränderung brauchte mein Blog! Ich habe mich spontan für ein neues Layout entschieden als ich mich heute an die Tastatur setzte. Ich bin gespannt wie es mir und Euch gefällt! Ansonsten habe ich etwas mehr genäht als die Monate zuvor, meine Suche nach Inspirationen hat eine neue Quelle gefunden. Kurz um der vergangene Monat hat mir ein gutes Gefühl bereitet und ich berichte Euch nun davon beim Februar-Nähplausch von Frau Fadenwechsel.

Genäht

Für Karneval

Die Karnevalssaison hat begonnen und es mussten plötzlich von heute auf morgen Kostüme genäht werden, da wir spontan Karten für eine seit langem ausverkaufte Sitzung bekommen hatten. Das Vampir-Cape schaffte ich noch am Freitag Abend, Stoffvorrat war vorhanden (blutroter Pannesamt und schwarzer Cretonne).

Eine Farmer-Latzhose improvisierte ich dann am Samstagvormittag. Positiver Aspekt dabei: da die Zeit nicht zum Stoffekaufen reichte und kein entsprechender „Roh-„Stoff im Stoffelager schlummerte, war ich dafür zum Upcycling einer alten Jeans „gezwungen“.

Für mich

Als neuen Kleidungsliebling für mich habe ich das „Sweatshirt“ entdeckt, wofür ich es endlich geschafft habe, einen Schnitt nach meinen Vorstellungen umzusetzen: Nach unten gerade auslaufend ohne Bündchen, Raglanärmel, leicht tailliert, mit einem strahlenförmigen Abnäher aus dem Rundhalsausschnitt heraus.

Basis war mein Kleiderschnitt in Passformklasse 4, bei dem ich überschnittene Schultern konstruiert und den Brustabnäher entsprechend variiert habe. Meine Varianten 1x aus Sweatshirtstoff, leicht gerauht (100% Baumwolle) und 2x aus Interlock (100% Baumwolle) gefallen mir super ;-) -einen davon seht Ihr im obigen Bild -, 1x aus Romanit (98%Pl2%El) ist auch ok, nur die Variante aus FrenchTerry (95%BW5%El) sitzt nicht so ideal, wahrscheinlich ist dieser etwas dünnere, elastische Stoff für diesen etwas körperferneren Schnitt nicht so geeignet.

Für ein Geburtstagskind

In der Rubrik „wenn das Stoffstück aber nun zu kurz ist“ hatte ich glücklicherweise rechtzeitig eine kreative Eingebung. Ein schönes Motiv wurde nur als Panel von 50cm Länge angeboten. Das Mädchenkleid verlangte aber mindestens 70cm Länge. Meine Idee, nach unten hin breiter werdende farblich passende Streifen abwechselnd anzusetzen finde ich ganz gelungen :-)

Inspiriert

Seit letztem Sommer hatte ich mir verstärkt die Frage gestellt, was ich eigentlich so grundsätzlich für mich nähen will. Angeregt durch die SpringStyleAlongs der vergangenen Jahre habe ich mittlerweile recht konkrete Vorstellungen zur meiner Kleidersilhouette, wo ich bestimme Akzente setzen möchte und welche mir nicht stehen. Modellideen aktueller Zeitschriften passen irgendwie nur selten dazu. Obwohl Vintage-Modelle als Ganzes für mich so eher nicht meine Präferenz wären, habe ich irgendwann interessante Details in der Vintage-Mode entdeckt, z.B. die sternförmigen Falten einer Bluse aus einer Burda von 1954 bei PeterSilie&Co. So schön!

Auf den verschlungenen Pfaden der Recherche bin ich auf einen unfassbaren Schatz einer Sammlung gestoßen, eine Wikipedia der Vintage-Schnitte. Die Skizzen liefern eine unglaubliche Fülle an Ideen für Details. Einiges erkannte ich auch wieder, z.B. die beim Nähplausch 01.2019 erwähnte gezackte Vorderpartie – ähnlich zeigt sich eine solche bei Vogue S-4490, ca. 1943, bei der ich die Faltenführung fast noch schöner finde. In den vergangenen Tage habe ich etwas länger in dieser Sammlung von Vintage-Schnitten geschmökert ;-) und viele tolle Details entdeckt, die ich ausprobieren möchte.

Ihr könnt also gespannt sein.

Bis bald!

Ein Kommentar zu „Nähplausch 02.2019

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