Stoffspielerei: Dreidimensional

Die Stoffspielereien, die diesen Monat bei Textile Werke gesammelt werden, beschäftigen sich mit Dreidimensionalem. Seit meinem Rüschen-Beitrag zum Thema Folklore fehlte mir leider die Zeit für solch nette Dinge. Auf dem Kölner Nähbloggertreffen lernte ich Gabi kennen, mit der ich sehr nett plauderte und die mich nochmal an den Termin erinnerte! Danke! Mehrere Gründe also, endlich eine Anregung aus dem Buch „Stoffmanipulation“ von Ruth Singer auszuprobieren. Sehen diese vielen Blütenblätter im Buch nicht toll aus?

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Mein Experiment dazu ist ein work in progress. Ich schreibe und zeige Euch was ich bisher fest- und fertiggestellt habe.

Für ein Blütenblatt faltet und rafft man Stoffkreise. Im Buch steht, dass diese Kreise mindestens einen Durchmesser von 5cm haben sollten. Ich finde, dann braucht man schon sehr viel Fingerspitzengefühl. Ich habe Kreise aus einem Rest Dupion-Seide von 4,5cm und 5cm Radius sowie einen Halbkreis von 5,5cm Radius geschnitten. Den kleinsten finde ich etwas winzig, den mittleren gut, dem größten fehlt schon etwas die Stabilität, aber das liegt wohl auch daran, dass nur die halbe Stoffmenge drin steckt.IMG_20171123_111109

Diese drei Blütenblätter hatte ich mit einer großstichigen Maschinennaht gerafft.

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Ich habe dann noch Raffungen mit Handstichen ausprobiert. Dabei sind die Stiche größer und die Falten legen sich besser.

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Das zeigt sich ganz gut im nächsten Bild: oben in der Mitte das schon etwas platt gebügelte Blütenblatt mit Maschinenstich-Raffung, links und rechts davon je drei Blätter mit Handstich-Raffung.

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Die bisher gerafften Stoffkreise habe ich für ein Foto schön aneinander gereiht. Noch nicht genäht, aber wenn, dann könnte es ein tolles Kissen werden.

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Ich freue mich, durch die Stoffspielereien endlich diese Anregung ausprobiert zu haben und bin gespannt, welche anderen dreidimensionalen Ideen hier zu sehen sind.

Bis bald!


11 Gedanken zu “Stoffspielerei: Dreidimensional

  1. Eine gelungene Version ist Deine Kombination der Blütenblätter. Ich würde sie nach Vorbereitung hintereinander von Hand aufreihen; so viele wie nebeneinander kommen sollen.
    Diese Spielerei war mir bisher nur kreisförmig geläufig, es gibt auch JoJo-Schablonen dafür.
    Mit Deinem Beispiel kann ich mir solche Blütenblätterteile auch gut an Kleidung vorstellen, z.B. einreihig am Ausschnitt. Danke für Deine Inspiration.
    LG Ute

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  2. Viel hilft viel :)
    Ich glaube dass das gerade in der Masse und Reihung einen ganz besonderen Charme bekommt. Du hast da ja noch einen guten Weg vor dir, ich kann mir aber vorstellen dass das viel Spaß macht.
    Gerade wenn du das mit der Hand reihst und es dir dabei auf dem Sofa gemütlich machen kannst.
    Ein tolles Winterprojekt!

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    1. Stimmt, gut vorbereitet lassen sich die Blütenblätter auch in entspannter Lage anfertigen ;-) und ja, für eine kissengroße Fläche braucht man schon eine gewisse Menge. Dafür ist es dann wohl wirklich hilfreich, wenn man es sich dafür gemütlich machen kann. LG!

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  3. Ich bin auch von diesem Buch begeistert – die Blätter will ich auch ausprobieren (neben den vielen anderen Ideen…) Die von Hand gerafften Blätter sehen sehr viel schöner aus, die Falten sind tiefer und einfach schöner. Als dekoratives Kissen kann ich es mir gut vorstellen.
    Viel Freude beim weiterfälteln, liebe Grüße
    Ines

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  4. So im Kreis angeordnet gefallen mir die Blütenblätter sehr gut. Zweireihig angeordnet sollte schon was hermachen, müsste man nur noch eine schöne Abdeckung in der Mitte haben.
    Ich finde auch das Ausprobieren spannend. Eine “ praktische Anwendung“ ist natürlich nicht schlecht, aber oft behindert es mich beim Herumexperimentieren, wenn ich in fertigen Kissen oder Taschen denke.
    LG Christiane

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  5. Ich hatte auch erst hin und her überlegt, wofür ich diese schöne Spielerei denn praktisch verwenden möchte. Aber dann habe ich es einfach erst mal ausprobiert, da stimme ich Dir zu, Kreativität braucht manchmal einen Prozess ohne zu konkrete Ergebniserwartung. LG!

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