Aus dem Stoffelager geplaudert -2

Beim virtuellen Treffen im März zur Stoffbestandsreduzierung können erfreuliche Meldungen verfolgt werden. Auch in meinem Lager der Stoffe ohne konkrete Bestimmung hat es einige Bewegung gegeben.

Das meiste waren Sortierbewegungen. Kleinere Mengen sind vernäht als 2 Mädchen-Tuniken, 2 Kinder-Tanktops , 1 Kleid mit Futter, 3 Probeoberteile.

Die letzte Zahl oben deutet auf den Grund des schleppenden Stoffabbaus hin: ich brauche einen neuen Grundschnitt.

Ansonsten habe ich viel nachgedacht über Bedingungen, unter denen ein Stoffelager wächst und wächst und wächst. Beim vorangegangenen virtuellen Treffen las ich bei the little cave über die Träume, die Stoffe in greifbare Nähe rücken lassen. Man muss sich sie nur noch „ernähen“. Oder geht es gar um das fortwährende Träumen-Können, das beendet wäre, wenn die Stoffe vernäht sind? Und neue andere Stoff-Träume? Können sie warten?

Und dann sind da noch die ausgeträumten Stoffe. Ich habe mir dafür überlegt: „Schnittveredlung“ und „Stoffverschönerung“.  Mit Schnittveredlung meine ich, dass man einen besonderen Schnitt für den Stoff aussucht, der das Muster in den Hintergrund treten lässt. Mit Stoffverschönerung zum Beispiel eine Stickerei. Beides gemacht hier:Den Versuchungen, spontan neue Stoffe für mich zu kaufen, weil ich sie einfach schön finde, habe ich im letzten Monat recht gut widerstanden. Ich frage mich bei entsprechenden Gelegenheiten dann immer, was passiert, wenn ich diesen einen Stoff jetzt nicht kaufe/habe. Meist hat sich in der jüngeren Vergangenheit gezeigt, dass wenn ein bestimmter Stoff später doch ausverkauft sein sollte, sich kurz danach eine andere tolle Gelegenheit ergab und ich in den letzten zwei Jahren nur eine einzige Gelegenheit wirklich bedauere, zu der ich einen ganz bestimmten Stoff nicht auf Vorrat gekauft habe.

Um auf den Boden der Tatsachen zurück zu gelangen, habe ich mir eine Liste gemacht und festgestellt, dass ich mir aus meinem Stoffbestand mindestens 20 Kleider nähen könnte. Das wäre ja mal was für meinen Kleiderschrank. Also, dann nähe ich morgen das erste – hoffentlich auch tragfähige – Probekleid nach dem neuen Grundschnitt. Macht minus 1,60 Meter im Stoffelager :-)

Weiterhin frohes Schaffen zusammen, bis bald!


8 Gedanken zu “Aus dem Stoffelager geplaudert -2

  1. Huii, das Kommentarfeld ist wirklich schwierig zu finden….

    Nichts neues gekauft und einige Dinge neu genäht – da geht es doch voran mit dem Stoffabbau. In kleinen Schritten, aber Du bist auf dem Weg. Wenn der Grundschnitt steht, dann kommen sicher ganz schnell Meter um Meter zusammen. Deine Überlegung zu Schnittveredelung und Stoffverschönerung gefallen mir. LG Kuestensocke

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    1. Ja das Kommentarfeld ist etwas versteckt … das ist irgendwie die Crux mit meinem minimalistischen Blogtheme. Schön, dass Du es trotzdem gefunden hast. Danke für die positive Bestärkung meiner Stoffabbaubemühungen!

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  2. Ja, das Träumen, und die neuen Träume. Ich habe das Gefühl, für manche Stoffe hat man dann schon einen Traum zuviel, oh, der als dieses Kleid, oder doch als diese Bluse… Das malt man sich dann auch schön aus und dann ist es irgendwie als habe man sich sattgesehen und gestreichelt. Dabei war genau die Besonderheit des Stoffes der Gru für das lange Zögern…

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  3. Ja, die vielen Stoffe! Manchmal glaube ich mein Hobby ist das Stoffekaufen und nicht das Nähen. Aber es wird besser. Durch diese Aktion habe ich mich intensiv mit meinen Vorräten und Nähvorhaben beschäftigt. Das schafft Struktur.
    Bin gespannt, wie es bei dir weitergeht.
    LG, Astrid

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    1. Ich denke, je länger man näht, desto mehr Stoffe können sich ansammeln. Ich stimme Dir zu, so eine Aktion wie die Stoffdiät ist eine gute Gelegenheit, einfach mal innezuhalten, die „Bestände“ durchzuschauen und auch über die Dinge, die damit zusammenhängen, zu reflektieren.

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  4. 20 potentielle Kleider – das wäre doch auch eine prima Maßeinheit für den Stoffberg!

    Viel Glück auf dem Weg zum neuen Grundschnitt! Damit fällt das Streichelstoffanschneiden dann hoffentlich auch leichter..

    VG, Kate

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    1. Ja, so ein gut passender Schnitt ist bei dem Bestandabbau viel wert. Einen meiner lange gelagerten Traumstoffe habe ich damit nun auch verarbeitet – bin mir nur noch nicht sicher, ob sich nun ein Traum erfüllt hat oder sich der Traum jäh ausgeträumt hat ;-)

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