Aus dem Stoffelager geplaudert – 1

In diesem Jahr ruft Küstensocke zu einer gemeinsamen Aktion Stoffdiät 2017 auf, welche ich auf jeden Fall verfolgen und welcher ich vielleicht auch folgen möchte. Der Aufruf ist durchdacht und schön strukturiert mit leitenden Fragen unterlegt. Für den ersten Teil heißt es:
Januar – Stoffdiät 2017 – meine Ziele und erste Ideen

Meine Überlegungen zur Stoffdiät

Das Thema des Stoffelagers beschäftigt mich immer wieder und insbesondere seit dem Bericht von Küstensocke aus dem vergangenen Jahr. Stoffe sind sehr geduldige Materialien, sie können warten, warten, warten. Leider haben sie damit die Tendenz, sich anzuhäufen.

Mein Stoffelager ist umfänglich. So ganz und gar alles aufzulisten scheue ich mich. Ich habe ein großes Stoffreserviore im Schrank und ein kleines vor der Zimmertür. Hier ein Foto des kleinen Lagers:img_20170130_2

Als Kandidaten für die Stoffdiät sehe ich die Stoffe, die schon länger hier liegen und die keiner geplanten Bestimmung (mehr) unterliegen.

(A) Zum einen Stoffe, bei denen die Zeit ihre eigentliche Verwendung obsolet machte. Die Stoffe, die ich zum Beispiel kaufte, um Blazer und Blusen zu nähen. Mittlerweile trage ich keine Blazer mit Blusen mehr und so fristen diese Stoffe ihr Dasein in einer der obigen Kisten. Ich überlege, aus den Blazer-Stoffen Kleider zu nähen, jedoch müssten diese dann immer in die Reinigung, denn so mal eben waschbar sind die Blazer-Stoffe nicht. Oder soll ich mal einen Wasch-Test an einem Stoffstück wagen?

(B) Oder Stoffe, die ich ganz allgemein zeitlich bedingt nicht für das geplante Projekt verarbeitet habe.

(C) Ebenso gehören zu den „kritischen“ Beständen die Stoffe, die ich für meine Kinder kaufte, aber mittlerweile die Zeit die Motive „entwertet“ hat. Und solche, von denen ich einen Teil bereits als Ärmel vernäht habe. Irgendwann hatte ich mal den Anspruch, zu einem Motivstoff immer einen farblich passenden Uni zu verarbeiten. Da das Stoffangebot vor 7 Jahren noch ganz anders als heute aussah war es jedes Mal recht aufwendig, einen geeigneten Kombinationsstoff zu finden und so legte ich mir immer etwas auf Lager.

(D) Dann gibt es noch Stoffe, von denen etwas übriggeblieben ist – manche Stücke sind viel zu schön zum Wegwerfen aber zu klein für ein komplettes Kleidungsstück.

(E) Auch gibt es bei mir die Stoff-Reste. Diese habe ich aufgeteilt und bin mit der Aufteilung auch ganz zufrieden:

  •  kleine Stoffstücke > 5 cm, an denen sich die Kinder frei bedienen können und nach ihrem Geschmack arbeiten und basteln können
  • Jersey-Stoffstücke, aus denen ich Kinderwäsche nach den Schnitten Marla und John von schnittreif/monikate nähen kann
  • Stoffstücke, die ich ggf. noch benötige, falls ich etwas Genähtes umarbeiten möchte
  • Reste für Bastelprojekte wie z.B. Patchwork-Kissen oder – meine Lieblingsverwendung: immerblühende Tulpen zum Verschenken in Anlehnung an eine DIY-Idee auf Dawanda

immerbluehendetulpenWelche Stoffe möchte ich unbedingt vernähen?

Ich denke, dazu muss ich mir noch klar werden, was ich dieses Jahr benötige.

Auch nähe ich ja gerade selbst, um ein Kleidungsstück nach ganz bestimmten Vorstellungen zu haben. Eine zweitbeste Wahl des Stoffes, nur weil dieser grad da ist, fällt mir schwer. Wo/Wie kann man da Abstriche machen?

Die Kinderjerseys müssen auf jeden Fall weniger werden.

Ich nehme mir vor:

  • nur einfarbige Kombistoffe kaufen
  • nur Stoffe für konkrete, zeitlich realisierbare Projekte kaufen, die sich nicht durch Stoffe aus dem Lager ersetzen lassen
  • ganz viel aus dem Vorrat nähen. Hier schon mal meine Auswahl für die Sommergarderobe:

img_20170130_1 Keine quantitativen Ziele. Hmmm. Erfolgsmessung am Ende schwammig, ich weiß. Aber sehen wir es mal so: der Weg ist das Ziel. Und ich freue mich darauf, die vielen Ideen der Mitstreiterinnen dieser Aktion zu lesen!

 


4 Gedanken zu “Aus dem Stoffelager geplaudert – 1

  1. Oh wie schön, dass Du auch dabei bist! Gemeinsam geht es einfach besser und auch wenn Du kein Ziel in Metern formuliert hast ;-) Zu den Stoffen für die ehemals Blazer kann ich Dir nur zu Mut raten, Wollstoffe sind meist sehr robust. Ich wasche alles Stoffe (alle!) vor dem Nähen , oft sogar Wäschetrockner. Nur ganz selten übersteht das ein Stoff nicht. Auch Blazer wasche ich daheim im Wollprogramm, geht gut. Also das wäre kein Hinderungsgrund – dann mal ran an die Nähmaschine. Mein Weihnachtskleid habe ich aus Wollstoff genäht, den ich zunächst für einen Blazer verplant hatte. LG Kuestensocke

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  2. Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob der Stoff die Waschmaschine aushält, kannst Du ja mal ein kleines Teststück in die Waschmaschine werfen. Sollte der Stoff das überstehen – super, wenn nicht, dann kannst Du ihn entweder verschenken/verkaufen oder etwas nähen, was nicht so oft in die Reinigung muss.
    Ich habe z.B. Röcke aus Wollstoffe, die ziehe ich zwar regelmäßig an, aber in die Reinigung kommen sie maximal einmal pro Jahr. Flecken kann man ausbürsten und sonst reicht auslüften. Bei Kleidern, die nicht gewaschen werden dürfen habe ich so Achselblättchen aus dünnem Baumwollstoff und mit Druckknöpfen befestigt. Die kann man dann abnehmen und bei Notwendigkeit waschen und muss nicht immer das ganze Kleid in die Reinigung geben.
    Alles Liebe,
    Marianne

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